Unbenannte Mitteilung

veröffentlicht um 08.07.2018, 13:23 von floriamo urs
1986 konnten wir die ersten Häuser erwerben und gründeten ein paar Jahre danach den gemeinnützigen Verein “Rainbow peace projects” um weitere Menschen zu motivieren hier zu leben. Es hat sich auch viel verändert in diesen 3 Jahrzehnten, so wurde von der Gemeinde eine Wasserleitung verlegt die alle mit Trinkwasser von den Quellen oberhalb Bordo's  versorgt, die Strohmzufuhr wurde von 220 auf 380 Volt mit einer neuen Zuleitung versorgt, fast alle Bewohner sind mit Telefon und Internetleitungen (Satellite) verbunden; (natürlich haben auch fast alle heute ihre smartphones) es sind um die 20 Menschen die fest da leben vom Frühjahr bis zum Herbst leben meist über 30 Menschen fest im Dorf. Es gibt ein kleines Gästehaus und jedes Jahr werden
Kurse, Beratungen und Veranstaltungen und Feste durchgeführt.
Das Val Antrona ist ein Ost-West Tal deren Siedlungen der Dörfer vor allem auf der Südhangseite gelegen sind. Nur gegen Osten ist das Tal offen und führt hinunter in die Ebene, gegen Westen grenzt es ans schweizerische Zentralmassiv mit den höchsten Bergen der Alpenregion. (Saasertal, Monte Rosa, Matterhorn / z.T. fast 5000 m in etwa 20 km Luftlinie).
Es ist eines der Ossola-Täler, einem Gebiet wo es auch viele Seen gibt (Lago Maggiore, Orta See, lago dei cavalli, lago d'antrona u.a. )
Diese Gegend, dem Piemonte dazugehörend, ist bekannt auch für ihr mediterranisches und freundliches Klima, kurze Winter, mässig heisse Sommer, Regenzeiten im Frühjahr und Herbst. Die Region gehört zum nördlichsten Teil der Kontinentalplatten-Verschiebung zwischen Afrika und Europa. Im Tal selber wurden schon früh Erze abgebaut, Eisen, Zink und Gold und anderes. Noch heute Zeugen eine alte Goldmühle mit ihren riesigen zerfallenen Gebäuden wie auch das Goldgräbermuseum im nächsten Tal von der Sehnsucht, vielleicht auch von der Gier nach besseren Zeiten und Reichtum, die beide nicht gefunden wurden. Die Uebriggebliebenen Industrien, die Eisenhütte und ein Werk des Montedison Chemie Multi standen lange Jahre in Krise, sind heute praktisch stillgelegt, waren jedoch in der Nachkriegszeit die grössten Arbeitgeber auch für die Bewohner des Val Antronas. Bekannt sind auch die zahlreichen Steinbrüche und die Verarbeitungsbetriebe, die die verschiedensten Granite und Gneisse abbauen und in die ganze Welt exportieren.
Bis zun Beginn der Industrialisierung wurde zur Hauptsache Berglandwirtschaft betrieben. Die ganzen Berge wurden kultiviert,
https://sites.google.com/site/floriamo/home/2015misteln/2016-es-geht-weiter/neighbour_village_cheggio.jpg?attredirects=0

 die Terassen Kultur ist selbst heute noch überall zu sehen, auch wenn sie niemand wirklich mehr fortführt, d.h. die Bergabhänge wurden alle terrassiert, selbst im Wald. An verschiedenen Orten können noch die Selbstversorgungs - Vorrichtungen, die Mühlen für Oel und Getreide oder alte mächtige Weinpressen und Backhäuser bewundert werden, die aus der Zeit mit hohen Selbstversorgungsgrad noch zeugen.
Helikopter Aufnahme des Dorfes Cheggio
Nebst Dachs, Fuchs, Rehen, Gemsen, Wildschweinen, Hirsch und Wölfen gibt es eine erstaunlich grosse Vielfalt in der Vogelwelt, selbst Lämmergeier haben ihre Brutstätten im Tal.

Die mächtigen, 3-400 jährigen Kastanienbäume sind immer noch die besten Lieferanten der guten Esskastanien sind aber von der Kultur der Marronen entfernt da sie um ihren Sonnenplatz mit Eschen, Birken, Linden wilden Kirsch- und Nussbäumen buhlen. Flächedekenden Nadelwald hat es auf der  nordwärts liegenden Schatte- Seite bis auf ca 1800 Meter Höhe, der auch ein Wasser-spender ist das ganze Jahr.




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